Junior-Ölbaum – Februar 2020

Mitfliessen = Kontrolle verlieren!
Rundbriefbeitrag von Joschua, 26 J.

Kürzlich war ich innerlich irgendwie voll im Stress, im Schlepptau diverser Anliegen. Ich hatte eine Lieferung abzuholen und wollte dies gerade mit einem kleinen Einkauf verbinden. Ich stieg ins Auto und nachdem ich bereits einen Kilometer gefahren war, hielt ich an, machte eine Kehrtwende und stellte das Auto wieder auf den Parkplatz zurück. Ich konnte es nicht mehr ertragen, dass ich derart von den Umständen getrieben war, ohne innerlich in der Ruhe zu sein. Danach sprach ich mit meinem Bruder Jan-Henoch darüber und es zeigte sich ein Weg, wie wir diese Abholung noch am selben Tag mit einer anderen Aktion verbinden konnten. Danach konnte ich mich anderen, sehr wichtigen Anliegen widmen, die sonst unter den Tisch gefallen wären… Das ist nur eine klitzekleine Situation, doch so erlebe ich es überall. Ich bekomme von Tag zu Tag mehr Respekt davor, mich von eigenen Vorlieben und eigenen Prioritäten lenken zu lassen. Bei jener Abholung handelte es sich nämlich um technische Geräte, welche ich aus persönlichem Interesse heraus sehr gerne zeitnah in Betrieb genommen und studiert hätte!

Wie oft wird es unglaublich kompliziert und man kann überhaupt nicht mehr wahrnehmen, was dran ist, doch es ist nur, weil man sich an irgendetwas festklammert, nicht bereit ist, alles einfach wieder neu hinzulegen und zu empfangen, was wirklich dran ist, wo wirklich vom Gesamten her das grösste Bedürfnis ist! Denn „Wenn ich die Gesamtlast nehme, kann ich mehr tragen, als wenn ich nur meine Last (oder eben meine Vorliebe) mit mir herumschleppe.“ (Jahreskonferenz 2019, Die letzte Versuchung). Machst Du auch mit, alles Eigene immer neu loszulassen um des aktuellen Gesamtbedürfnisses willen? Am besten, bevor Du schon „ins Auto gestiegen bist“!? 🙂 Dort im Gesamtstrom haben wir unvergleichlich mehr Freude, Kraft und Energie, als wenn wir nur unseren eigenen Prioritäten nachjagen!

dein Joschua

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