Panorama-Nachrichten – Februar 2020

Mitfliessen = Kontrolle verlieren!
Rundbriefbeitrag von Joschua, 26 J.

Kürzlich entdeckte ich auf meinem E-Book (elektronisches Tablet, auf dem ich die Bücher und Botschaften von Papa nachlesen kann) ein elektronisches Schachspiel. Ich versuchte gegen das Gerät zu spielen (zur Info: Es war nicht in der Stillen-Zeit am Morgen ?), doch war ich der Technik bei weitem unterlegen. In wenigen Zügen war ich schachmatt und das Gerät hatte auf jeden meiner Züge einen offensiven Geniestreich bereit. Irgendwie nervte mich die Überlegenheit des E-Books. So kam ich auf die Idee, zwei E-Books gegeneinander spielen zu lassen. So liess ich beim Gerät meines Bruders den „Computer“ anfangen und beim anderen fing „ich“ an, doch machte immer genau das, was das andere Gerät tun würde. Dabei musste ich nur noch die Schachzüge übertragen, ohne zu überlegen! So spielte „ich“ auf höchstem Niveau und am Schluss jagten sich nur noch die beiden Könige endlos über das Spielbrett 🙂 – das war eine sehr amüsante und genugtuende Erfahrung für mich 🙂 . Das Tolle am Ganzen war, ich musste dabei überhaupt nichts überblicken oder verstehen können! Es galt, einfach Schritt für Schritt GENAU DAS zu tun, was das andere Gerät vorgab. Dieser Vergleich ist vielleicht etwas hinkend. Dennoch birgt er meiner Meinung nach eine wichtige Gesetzmässigkeit in sich.

Ich darf nun bereits auf sechs Jahre im vollzeitlichen Dienst im Panorama-Zentrum zurückblicken, in denen mir diese Lektion immer tiefer ans Herz wächst: Das Loslassen von jeglicher eigenen Kontrolle ist die totale Befreiung! Ich muss überhaupt nichts überblicken können! So führe ich ein extrem dynamisches und abwechslungsreiches Leben. Vom Typ her wäre ich eher einer, der in einem schön abgesteckten Bereich alles im Griff haben/kon­trollieren möchte. Da ist es nicht verwunderlich, wenn der Herr ganz andere Wege führt … So wechselte ich in den vergangenen Jahren meine Fachgebiete zu Rekordzeiten beinahe wie die Unterwäsche 🙂 ! Am Anfang half ich bei Elias im Webstudio, dann wurde ich Panorama-Rezeptionist, produzierte DVDs mit einem Netzwerk von OCG-Jugendlichen, war Haushaltshilfe bei Mami, übte das Offset-Drucken mit Martin, machte 3D-Druck, 3D-Animation für Kla.TV, gestaltete Bühnenbilder für Veranstaltungen, war Schauspieler in einem Spielfilm, Tontechniker, usw. 🙂 . Nichts hat mir besser getan und tut mir besser als diese Dynamik, dieses Mitfliessen mit den aktuell grössten Bedürfnissen des Gesamtstromes. Dort, im Strom, ist die Heilung und Befreiung, wie es Papa kürzlich predigte. In der Praxis hat das dann z.B. so ausgesehen: Ich durfte bei uns in der Panorama-Rezeption über einen längeren Zeitraum hinweg neben drei verschiedenen Telefonapparaten, Kla.TV-Studios am Computer animieren (z.B. das Studio Wien etc). Dabei wurde ich nicht selten sogar beim Unterbrochen-Werden unterbrochen! Das war eine extrem tolle, befreiende Erfahrung und hat voll Spass gemacht! Ein andermal beispielsweise durfte ich drei Tage vor einer Grossveranstaltung damit anfangen – nebst allen anderen Vorbereitungen – die 1. Infogiganten-Demo-Show einzutrainieren und dann vor 2.000 Leuten vortragen … Kürzlich durfte ich mit meinem Netzwerk an Tonbearbeitungs-Fachleuten die sechs Predigten unserer dreitägigen Jahreskonferenz anstatt nur in Deutsch sogar in sieben Sprachen rohbearbeiten. So verteilten wir am letzten Abend der Konferenz die sechs Botschaften (jeweils 64 Audiotracks pro Sprache) in sieben Sprachen an die internationalen Besucher (d.h. total ca. 450 Tracks) … Das ganze verlief sogar ruhiger als früher mit nur einer Sprache!

Das Schöne dabei ist: Im Gesamtstrom ist die Heilung und Befreiung, wie Papa es an der benannten Jahreskonferenz gepredigt hatte „Aber der Strom fliesst ins grosse Gesamte da draussen, in die Weltproblematik … Wasser fliesst, fliesst, fliesst und überall wirst Du sehen, dass Bäume entstehen, Bäume entstehen, Bäume entstehen … der Strom des Lebens kann nur Empfangsausgerichtete, nur Verbundene, nur Mitfliessende heilen, aber die Salzlachen nicht.“ (Jako 2019, Die zwei Heilswege). Äusserlich betrachtet ist es nichts Schönes, wenn man den „Boden unter den Füssen verliert“. Ein Strom hat so die Eigenart, dass man die Kontrolle verliert, man wird mitgerissen, mitgezogen, ohne genau zu wissen, wohin die Reise geht! In den letzten Wochen sind wir beispielsweise als Panorama-Team dabei, in allen Häusern die Grundordnung wieder neu aufzurichten, diverse Lager aufzulösen, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen … Nebenbei lerne ich, wie man mit speziellen Geräten technische Probleme bei unseren Fahrzeugen diagnostiziert, mit dem Ziel, dass ich die Vorausplanung der Instandhaltung des Wagenparks übernehmen kann. Es bleibt also spannend/dynamisch 🙂 – und demnächst werden wir vermutlich wieder ganz andere Werke miteinander tun. Ich freue mich auf all die Bäume, die überall am Wachsen sind, wo dieser Strom hinfliesst. Diese Bäume werden den Nationen zur Heilung dienen. Es ist ein grosses Vorrecht, von diesem Gott gelebt zu werden, der alles im Überblick hat, der so geniale Schachzüge geplant hat, dass ich und auch selbst die beste Kontroll-Technik nicht mehr mitkommen! Hast Du noch alles unter Kontrolle oder kennst Du schon das Gefühl, wenn Du vom Strom des Lebens erfasst und mitgenommen wirst?

Euer Joschua

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