Im Feingefühl liegt grosse Kraft von Fridolin und Dana (6 u. 11J.)
Junior-Ölbaum Juni 2026

In den Ferien hatten wir eine coole Schwimmmatte. Weil Papa sie grad neu gekauft hat, wollten am liebsten alle gleichzeitig diese Matte. Das war ein bisschen blöd, weil es dann Unfriede gab. Als Kosima diese Matte hatte, habe ich (Fridolin) sie sogar einfach runtergeschubst und habe mich draufgesetzt. Dann hat Kosima mich auch wieder runtergeschubst. Als Folge mussten wir beide raussitzen und die Situation miteinander klären. Am nächsten Tag haben wir über das Thema „Feingefühl“ gesprochen. Weil kürzlich haben wir das Lied „Feingefühl“ von meinem Onkel Jan-Henoch angeschaut. (Das findest du im Oratorium der Familie Sasek „Organismus unser Schicksal“)

Da singt er: 🎵 „Im Feingefühl liegt grosse Kraft. Die Kraft, die Leibeseinheit schafft. Das Feingefühl vom Kleinsten an, es treibt den Tod zur Schöpfung raus.“🎵

Wir haben darüber ausgetauscht und gemerkt, dass wir oft noch nicht feinfühlig zueinander sind. Manchmal braucht es nur ein kleines, runterziehendes Wort.
Immer dann ist es nicht mehr schön, und die Kraft zur Überwindung des Todes geht verloren. Papa hat uns vorgespielt, wie man feinfühlig miteinander umgehen kann. Dann haben wir ein Rollenspiel gemacht, um das Feingefühl zu üben. Wir haben alle Situationen nachgespielt, wo wir kein Feingefühl zueinander hatten. Ich spielte dann, wie ich Kosima frage: „Kosima, darf ich eine Runde mit der Matte schwimmen oder möchtest du noch?“ Dann sagte Kosima: „Ja, du darfst jetzt die Schwimmmatte haben. Wir können ja abwechseln.“ Das ging richtig hoch. Als wir das nächste Mal badeten, habe ich mich grad wieder erinnert, und ich konnte mit Feingefühl meine Schwester nach der Matte fragen. Wenn es mal nicht klappt, dann singt Mama: 🎵 „Im Feingefühl liegt grosse Kraft. Die Kraft die Leibeseinheit schafft …“ 🎵 und dann kommt es mir grad wieder in den Sinn 😊.

Dein Frido
(mit Mama Sulamith)

Und jetzt hat meine Schwester Dana auch noch ein Beispiel:

Samantha und ich hatten auch ein Rollenspiel vorgespielt, weil es am Tag zuvor Unfriede mit unserem Playmobil-Haus gab. Denn Samantha spielte mit meinem aufgebauten Häuschen, als ich grad woanders war, und ich habe nicht feinfühlig
reagiert und es gab Unfriede. Im Rollenspiel sagte Samantha: „Darf ich mit dem Haus spielen? Wollen wir zusammen oder möchtest du lieber alleine spielen?“ Dann sagte ich: „Du darfst jetzt damit spielen, und danach spielen wir gemeinsam.“ Bei der nächsten Situation kam es genau so. Wir erinnerten uns an die Lektion vom Feingefühl und haben das genau so gemacht. Dann war es richtig schön und am Schluss bauten wir zusammen ein ganz grosses Playmobil-Haus.

Es ist viel schöner, wenn man feinfühlig mit den Geschwistern umgeht. Das gibt richtig viel Kraft und Leben. Aber immer, wenn man einfach so schnell etwas Unfeinfühliges von sich gibt, dann wird es so dunkel und kalt in der ganzen Familie. Denn wir alle zusammen sind ein Organismus. Uns geht es allen gut, oder es geht uns allen schlecht.

Willst du das auch mal so versuchen? Auch wir lernen es zu Hause jeden Tag.

Deine Dana

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