Panorama-Nachrichten – September 2019

Josephs Kornspeicher
Rundbriefbeitrag von Lois, 31 J.

Bei jeder Treppenstufe wurde mir beinahe schwarz vor Augen: „Können Sie bitte etwas langsamer gehen?“, fragte ich den Arzt, der mir zum Untersuchungszimmer voraushastete, „… wie Sie ja wissen, durfte ich heute nichts essen noch trinken.“ Doch der Arzt hörte mich nicht und war schon um die Ecke abgebogen. Meine Zunge klebte am Gaumen. Ich kam gerade aus einem überfüllten Warteraum für eine OP, zu der ich ungefragt von Ärzten angemeldet wurde. Einige von Euch wissen bereits, dass ich in den letzten Monaten eine grössere körperliche Prüfung zu bestehen hatte. Es sollte mir innert kürzester Zeit ein unglaublich wichtiges Organ sehr schmerzlich abhandenkommen, wenn ich diese OP nicht sofort machen würde, so die Ärzte. Nun sass ich nach langem Prozedere endlich vor der Professorin, die mir aufmerksam zuhörte, als ich ihr erzählte, dass ich drei Tage vor Gott stand mit dieser Entscheidung und ein ganz klares „Nein“ zu dieser OP und all den Risiken und Nebenwirkungen bekommen habe. Sie meinte zum Abschluss unseres angeregten Gespräches schmunzelnd: „Gott hat zu mir gesagt, Sie müssen diese OP machen.“ Ich entgegnete lächelnd: „Und wann haben Sie ihn gefragt?“, „Gerade eben“, meinte sie. Während sie das Zimmer eilends verliess, um sich ihrer nächsten OP anzunehmen, fragte ich sie: „Befehlen Sie es mir?“ – auf die Türe zugehend sagte sie: „Ja, ich befehle es Ihnen.“ Ich entgegnete ihr noch einmal mit einer klaren Absage, denn der Unfriede, der mich in den vorangehenden Tagen und Nächten traf im Bezug auf diese höchst umstrittene OP, war äusserst massiv. Ich spürte, dass ich Gott mehr gehorchen muss als den Menschen. Daraufhin wandte sich die Professorin vor der Tür nochmals kurz zu ihrem Assistenzarzt um und sagte: „Schau einfach, dass sie diesen Zettel hier (OP-Zustimmung) unterschreibt“, dann war sie weg. Das hat er dann auch „treu“ gemacht. Doch es war schlimmer als Du es Dir jetzt vorstellen könntest. Als „Christ“ wollte er mich davon überzeugen, dass man die Stimme Gottes nicht wahrnehmen könne und es keinen wahrnehmbaren Frieden für uns persönlich gäbe. Gott sei sooo gross, dass es Ihm doch egal sei, was ich entscheide. Es sei Ungehorsam Gott gegenüber, wenn ich diese OP nicht machen würde usw. Ich entgegnete mit Joh. 10,27: „Meine Schafe HÖREN meine Stimme und sie folgen mir.“ Und mit Joh. 14,27: „MEINEN Frieden gebe ich Euch, nicht wie die Welt gibt.“ Der junge Assistenzarzt erhöhte den Druck auf mich so enorm, indem er zu grausamsten Horrorszenarien griff, was mit mir geschehen würde ohne diese OP. Ich beendete das Gespräch kurzerhand: „Ich habe entschieden. Gott hat mir dieses Organ gegeben, Er kann es mir auch wieder nehmen, wenn es Sein Wille sein sollte. Er hat mir keinen Frieden für diese OP gegeben, ich gehorche Ihm mehr als den Menschen.“ Als er schliesslich Alarm schlug, ich sei psychisch angeschlagen und aufgebracht, die Professorin mitten in die OP anrief, liess diese mich aber mit meiner Entscheidung ziehen, dies sei mein Recht.

Wenige Tage danach stellte sich dann heraus, dass das Medikament, das mir die Ärzte in St. Gallen zu dieser Zeit gegeben hatten, zusammen mit der geplanten Vollnarkose bei der OP in Bern, irreparable Schäden bewirkt hätte, was keiner der Ärzte vor Augen hatte … Diese OP hätte ich sehr wahrscheinlich nicht mal überlebt, da mein Körper sich in einem sehr grossen Schwachheitszustand befand. Ohne diese Fakten zu dem Zeitpunkt der Entscheidung zu WISSEN, hat der Friede Gottes mich richtig geleitet und gab mir die Kraft und Gewissheit, einen Weg zu gehen, von dem mir alle Ärzte nur das Schlimmste voraussagten. Nach diesem schrecklichen Termin mit den Ärzten, die mich so massiv gegen den Frieden bearbeiteten, brach ich allerdings danach zuhause zusammen … Doch Gott wirkte Zeichen und Wunder durch den Organismus, so dass ich innerhalb kürzester Zeit – ohne jegliche medizinische Hilfe – wieder auf die Beine kam. Innerhalb weniger Tage wurde eine sehr lange Liste von übelsten Beschwerden aufgelöst und die Schmerzen haben mich verlassen, nach Monaten des Leidens. Ich habe nach so einer langen Leidenszeit endlich wieder Kraft, Appetit und kann auch wieder schlafen. Aus tiefstem Tod hat Gott seit dort sooo viele Wunder gewirkt. Die Heilung schreitet weiter voran, während ich bereits wieder im Dienst stehe. Danke auch Euch Rundbrieflesern für die Gebetsunterstützung! Weiterhin ist es täglich ein Gebets- und Glaubenskampf, dass die Heilung noch ganz vollendet wird. Doch das grösste Wunder dieser schweren Monate ist: Dadurch, dass ich zur guten Zeit immer so intensiv mit dem Wort gearbeitet hatte, es für mich in Kernsätze, Mantras, Kurzaufnahmen usw. gespeichert hatte – wie Joseph sein Korn in die Kammern – so hatte ich in all diesem grossen Schmerz und Prüfungen jeden Tag überreichliche Nahrung des Glaubens! Selbst als ich über so lange Zeit nur noch regungslos im Bett lag vor Schmerzen und nichts mehr lesen konnte, kamen all die gespeicherten Schätze in mir hoch, auswendig gelernte Bibelverse, Botschafts-Zusammenfassungen usw. – Oft holten mich die Kernsätze aus Botschaften oder Bibelverse am frühen Morgen sogar mitten aus dem Schlaf in den Wachzustand und trugen mich den ganzen Tag durch. Der Glaube Gottes und seine Weisungen trugen mich durch das gespeicherte Wort jeden einzelnen Tag hindurch! Ich erlebte und erlebe tiefste Glückseligkeit in der grössten Prüfung meines Lebens, Nähe Gottes mehr denn je, tiefe Berührungen mit IHM und dem Organismus, Fülle an Wort und Glauben! Die Verbindung und Beziehung zu all den geliebten Geschwistern im Organismus wurden durch diese Not nicht abgebrochen, sondern noch viel tiefer, ich fühle mich so sehr geborgen und getragen! Mein Dank dem wunderbaren Organismus gegenüber fliesst über!

Ich habe es schon Dutzende Male erlebt, wie nächste Geschwister im Herrn genau in solchen Winden, Anfechtungen und Stürmen kein „Korn“ hatten und von Gott/Dienst schmerzlich abgefallen sind. Ich preise Gott, dass wir einen Dienst haben, der uns LEHRT, wie wir genau in solchen Anfechtungen fest bleiben können, sodass genau in Zeiten der Krise all das Wort zur Blüte kommt, was zur guten Zeit als Same in unsere Herzenserde gefallen ist. So hat sich an mir auch dieses Wort aus einer alten Botschaft aus dem Jahr 1989 erfüllt: „Du wirst in der schrecklichsten Stunde die grösste Herrlichkeit über Dir haben, wenn Du im HERRN bleibst darin, wie es Stephanus widerfahren ist und unzähligen anderen.“ (Lehrbotschaften-CD 1, Botschaft aus dem Jahr 1989, Zum Leiden berufen, Track 2, Minute 11+12)

Ich möchte Euch alle ermutigen, zur guten Zeit Eure Kornspeicher zu füllen. Du weisst nicht, wann und wie der Wind kommt! Sucht die Nähe zum Dienst, werdet Teil des Organismus! Es ist unsere Rettung und die Rettung der Welt!

Danke für alles Mittragen – auch weiterhin,

deine Lois

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