Die Nacht, in der ich trotzdem zuschlug – von Elias (34 J.)

Panorama Nachrichten – Februar 2026

Meine Frau Stefanie und ich haben eine Abmachung: Bei Anschaffungen aller Art – auch bei Ferienbuchungen – schlafen wir immer erst eine Nacht darüber, bevor wir zuschlagen. Dank dieser aus der Praxis gewachsenen Regel, konnten wir schon so manchen Tritt ins Fettnäpfchen vermeiden. In der Begeisterung der Recherche hat man oft das Gefühl, sofort zuschlagen zu müssen. Denn der unschlagbare 75 %-Rabatt gilt nur noch wenige Stunden – oder der Lagerbestand ist so knapp, dass der gewünschte Artikel morgen schon vergriffen sein könnte. Schon manch eine Welle der Euphorie glättet sich am nächsten Tag, wenn man herausfindet, dass das Angebot doch nicht so einmalig, die Ferienwohnung doch nicht so nah am Strand ist oder das technische Gerät sich als unpassend entpuppt. Uns trägt stets das tiefe Vertrauen: Wenn ein Angebot vom HERRN ist, ist es auch am nächsten Tag noch da. Und wenn nicht, gibt es etwas Besseres.

An jenem Abend schien es aber eine Ausnahme zu sein. Ich verlegte das Internetkabel bis zu unserem Bett, und wir scrollten uns gemeinsam durch die Angebote, auf der Suche nach einem neuen Festplattenblock für Steffis Computer. Ich wühlte mich durch technische Daten, während es meiner Frau allmählich zu technisch wurde; sie schlief an meiner Schulter ein. Da fand ich das ultimative Angebot. Nur noch ein Stück auf Lager – gebraucht, aber unschlagbar und morgen bestimmt vergriffen. Mit wenigen Klicks war der Festplattenblock gekauft. Am nächsten Morgen erzählte ich Steffi von meinem Super-Schnäppchen. Das Feuer meiner Begeisterung konnte trotz überzeugendem Wortschwall nicht auf sie überschwappen. Wir hatten ja eigentlich eine Abmachung …

Der Festplattenblock kam schnell an, und es war auch schnell festgestellt, dass eine Festplatte im Block defekt war. Die freundliche Stimme am Kundentelefon bedankte sich, dass ich den Fehler gefunden hatte, und versprach mir „grosszügige“ 10 % Rabatt – vorausgesetzt, ich löse das Problem gleich selbst. Ich rechnete kurz nach: Selber reparieren tut weniger weh im Portemonnaie. Steffi konnte ich überzeugen und eine Ersatzfestplatte war schnell geliefert. Der Privatverkäufer hatte sie allerdings so miserabel verpackt, dass sie klackerte wie ein Traktor auf Kopfsteinpflaster. Ohne Zweifel ein Transportschaden. Ich sank auf meinen Bürostuhl zurück. Wie war das nochmals mit dem DANKEN für alles, in jeder Situation?

Mein Vater hatte an unserer Jahreskonferenz 2025 so praxisnah davon gesprochen.

Zitat: „Wie trägt man das Kreuz? Indem man für alles und in allem DANKE sagt; so trägt man es. […] Du bist in der neuen Situation, sag einfach mal DANKE in der neuen Situation drin. Auch wenn du es noch nicht gerade fühlst, weil du den Sinn überhaupt nicht checkst, aber das kommt schnell, wenn man diese Übung hat. „Sagt in allem Dank.“ (1. Thess. 5,18) […] „In allem“ verstehe ich als eine Art grundsätzliche Herzensausrichtung, eben als prinzipielle erste Reaktion.“

Also sagte ich zuerst einfach mal „DANKE“ und liess los von meinem Gedankenkarussell. Spannend war: Als ich zur Ruhe kam und für die unangenehme Situation gedankt hatte, wusste ich sofort, was zu tun war. Ich ging zu Steffi und entschuldigte mich in aller Form, dass ich die gemeinsame Abmachung übergangen hatte. Ich sagte ihr, dass der ganze Unsegen nur deshalb über uns gekommen sei und versicherte ihr, alles umgehend zurückzusenden. Sie lächelte nur. Es hat in der Tat etwas Wohltuend-Befreiendes und zugleich Heilendes an sich, wenn man zu seinen Fehlern stehen kann. Ich hätte zwar in der darauffolgenden Mittagspause Besseres zu tun gehabt, als Rücksende-Etiketten auszufüllen, aber mit jedem Arbeitsschritt brachte ich meiner Busse würdige Frucht. 😉 Ich bekam später auch (fast) alles Geld zurückerstattet.

Das DANKEN für alles, in jeder Situation, trägt uns seit der Jahreskonferenz 2025 als ganze OCG. Wir dürfen durch die Predigten meines Vaters immer wieder praktische Wegweisung im Alltag finden! Wenn Du an diesen Schätzen teilhaben möchtest, hast Du einmalige Gelegenheit dazu. Wir starten nämlich dieses Jahr eine „OCG-Akademie“ und öffnen den Zugang zu jahrzehntelang aufgebautem Insider-Wissen für Menschen mit echtem Hunger nach innerem Wachstum. Es erwarten Dich themenstarke Kurse – praxisnah, tiefgründig und visionär. Die Workshops finden in Deiner Region statt, vor Ort oder online. Melde Dich doch bei Deiner OCG-Kontaktperson, wenn Du ein Teil davon werden möchtest!

Dein Elias

P.S. Mehr Infos zur OCG-Akademie findest Du unter: www.akademie.ocg.life

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