Bye bye, Ohnmacht – Sulamith (35 J.)
Panorama-Nachrichten – Juni 2026

Diese Tage musste ich zu einer obligatorischen Veranstaltung der Schule. Bei Nichterscheinen wurde im Einladungsschreiben bereits eine Busse von 200 bis 1.000 CHF angedroht. In dieser Veranstaltung ging es um einen Vortrag der Jugendpolizei zum Thema „Digitale Medien – Gefahren und Straftaten“. Die Polizistin erklärte, wie sich die Probleme mit den digitalen Medien häuften und dazu führten, dass die häufigsten Einsätze der Polizei in Schulen die digitalen Medien beträfen. Durchschnittlich drei Mal pro Monat müssten sie in unserem Kanton wegen gesetzwidriger, harter Pornografie in Schulen eingreifen, noch viel häufiger wegen sonstigem Missbrauch wie Ehrverletzung, Beleidigung, Mobbing usw. Nun erhoffen sich die Behörden mit solchen präventiven Massnahmen wie diesem Vortrag eine Besserung. Der Aufruf galt vor allem den Eltern, dass sie sich mehr darum kümmern sollten, was ihre Schützlinge auf ihren Smartphones so treiben. Es gab während des Vortrags diverse Tipps, um z. B. versteckte Apps oder Bildersammlungen auf dem Smartphone sichtbar zu machen. Insgesamt war die Stimmung im Raum jedoch von grosser Ohnmacht durchsetzt. Das Geraune im Saal bei gewissen Aussagen liess darauf schliessen, dass es den Eltern ein Ding der Unmöglichkeit zu sein scheint, ihren Kindern ins Smartphone zu schauen, da diese das nie zulassen würden. Ein Vater meldete sich zu Wort und fragte, warum denn nicht der Staat eingreife, um den Zugang zu Inhalten für Jugendliche einzuschränken.

Da haben wir es! Wir warnen schon seit Jahrzehnten vor genau dieser Entwicklung. Mein Papa, Ivo Sasek, hat schon, bevor es Handys mit Bildern gab, prophezeit, dass der ganze Dreck schon bald einmal auf diesen kleinen Geräten für jedermann zugänglich sein wird. Damals war das noch völlig undenkbar, da es noch gar keine Handys mit Bildschirm gab. Doch die Menschen wollten nicht hören. Auch die Stimmen, die dringend vor den Gefahren durch die Mobilfunkstrahlung warnten, wurden nicht gehört (siehe www.kla.tv/5G-Mobilfunk). Jetzt hängen nicht nur die Eltern selbst an ihren Smartphones und sind damit keine Vorbilder hinsichtlich der Nutzung von digitalen Medien, sondern sie geben diese Droge auch ihren Kindern schon im frühesten Alter weiter. Anstatt jetzt aber den warnenden Stimmen Recht zu geben und als Vorbild voranzugehen, hängen sich Eltern nun in ihrer Ohnmacht an Vater Staat. Hinsichtlich der Strafmündigkeit hat dieser bereits reagiert. Schon ab dem zehnten Lebensjahr können in der Schweiz Kinder mittlerweile bestraft werden, ab dem Alter von 15 Jahren dürfen sie bis zu einem Jahr inhaftiert werden. Aber nun soll der Staat eben auch noch den Zugang zu Inhalten
regeln. Und die ersten Vorbereitungen sind auch schon im Gange.

An sich wäre das ja ein guter Gedanke, wenn nicht dahinter schon die nächste Falle lauern würde − und dabei noch etwas viel Bedrohlicheres auf uns war-
tet. Dazu ein paar Zitate aus der Kla.TV-Infotakt-Sendung vom 13.05.2026 (zu finden unter www.infotakt.kla.tv):

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte am 12.05.2026, dass die EU noch in diesem Sommer ein europaweites Social-Media-Verbot für Kinder vorschlagen könnte. Begründet wird dies mit wachsendem Druck aus den Mitgliedsstaaten, den Online-Schutz für Minderjährige zu verschärfen. […] Die EU will die digitale Welt kontrollieren. Das perfekte Label dafür: „Zum Schutz der Kinder“. Viele Eltern stehen bereits schier machtlos der süchtig machenden „Social-Media-Industrie“ gegenüber und sehen ihre Schützlinge regelrecht darin versinken. Da kommt ein „moralischer Schutzschild“, unter welchem „peu á peu“ eine digitale Überwachungs-Infrastruktur errichtet wird, die weit über „Jugendschutz“ hinausgeht, doch gerade recht!

Wie sollen Altersgrenzen künftig durchgesetzt werden?

Nur durch

⚠️ digitale Identitäten

⚠️ Altersverifikation

⚠️ biometrische Prüfungen

⚠️ zentrale Nutzerdatenbanken

⚠️ verpflichtende Identitätsnachweise

und vieles mehr.

👉 Was für dich bedeutet: Der letzte Rest deiner Anonymität im Netz steht auf dem Spiel.

Am Ende des Vortags sagte ich zur referierenden Polizistin, ich selbst besässe kein Smartphone mit Internetzugang und hätte die von der Schule für die Kommunikation geforderten Apps auf dem Computer. Ich wolle für die Kinder als Vorbild vorangehen. Daher hätten die Kinder auch kein Bedürfnis nach einem Smartphone und seien frei und glücklich ohne diese Technologie.

Die Polizistin war hellauf begeistert und meinte, so etwas habe sie noch nie gehört, ich sei ihr grösstes Vorbild. Das sei genau richtig so, und sie hoffe, es bleibe dabei.

Über diese Thematik haben wir als Kla.TV und Panorama-Film ein Doku-Drama mit dem Titel „Gemeinsam Einsam“ produziert. Den Höhepunkt bildet zum Schluss das Lied „Bye Bye Smartphone“, in welchem Jugendliche und Eltern aus der Ohnmacht heraustreten und vollmächtig zum Hammer greifen.

Lass auch Du Dich erwecken heraus aus der digitalen Scheinwelt hinein in das lebendige Wirken des Organismus als Vorbild und Heilsträger für diese Welt

Bye bye

Eure Sulamith

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