Es ist wie es ist! DANKE! Von Ruth-Elpida (26J.)
Panorama Nachrichten – Februar 2026

„Ratter, ratter, knirsch, doing, päng …“ Ungefähr so klang es auf der Heimfahrt, nachdem ich das Auto einer OCG-Freundin als nette Geste getankt hatte. Zum dritten Mal stieg ich aus, um zu schauen, was wohl los war und warum ich plötzlich nicht mehr vom Fleck kam. „Hast du falsch getankt?“, fragte mich eine fremde Stimme aus dem Haus nebenan. Auf der Stelle erblasste ich. Tatsächlich! Das erklärte mir auch die merkwürdige Tank-Aktion vorhin … Ich hatte doch ernsthaft gedacht, dass es wohl am „älteren Auto“ liegt. Aber anstatt Benzin hatte ich Diesel getankt! Als mir klar wurde, dass ich womöglich ein fremdes Auto zu einem Totalschaden geführt hatte, brach ich in Tränen aus. Mir wurde wind und weh. Die Besitzerin des Autos wollte doch heute noch nach Hause fahren! Der Mann meinte: „Warum fangen alle Frauen immer an zu weinen?? ES IST WIE ES IST – du kannst es eh nicht mehr rückgängig machen! Das kommt schon gut!“ Seine schwangere Frau kam hinaus und überschüttete mich mit Essen, nachdem ich meinen lieben Schwager Ramon angerufen hatte, ob er mich bitte abschleppen könnte 😁. Ich gratulierte der Frau zur Schwangerschaft. Da meinte der Mann: „Oh je … das ist das dritte Kind. Wie soll das wohl gehen?“ Daraufhin antwortete ich ihm mit seinen eigenen Worten: „ES IST WIE ES IST! Du kannst es eh nicht mehr rückgängig machen! Das kommt richtig gut!“ 😂 Wir mussten herzlich lachen. Nach dem Abschleppen kam eine Truppe lieber OCG-Freunde aus der Umgebung und sie hatten offensichtlich sehr Spass daran, das Auto wieder zum Laufen zu bringen. Das Auto konnte schliesslich ohne Schaden wieder rechtzeitig an seine Besitzerin übergeben werden – Gott sei Dank!!

An der vergangenen Jahreskonferenz hatte ich ein Flashback zu diesem Ereignis. Ausgelöst wurde es durch einen „Brauch“, den mein Papa neu einführte, nämlich: Im allerersten Moment einer negativen Nachricht oder einer mühsamen Situation zu sagen: „Es ist, wie es ist.“ Oder – noch besser: „DANKE! Ich habe Wohlgefallen an dieser Schwächung!“ 😊 Je öfter wir das in der Praxis trainieren, desto automatischer kommt als erstes ein „DANKE“ anstelle niederziehender Worte über unsere Lippen!

Oh … das ist gar nicht so einfach im ersten Moment!! Oder schaffst Du
es, im ersten Moment zu danken, wenn Du Dir nur schon die Finger einklemmst?? 😂Ich sagʼs ja, es ist ein Training! Mit dem aktiven Dank verdrängen wir nicht den Ist-Zustand, sondern öffnen uns für Gottes Wirken, anstatt uns selber durch negative Worte zu vergiften. Statt endlos Zeit zu verlieren, bis wir endlich den Ärger oder die Sorgen abgelegt haben, sind wir DIREKT offen für das, was GOTT durch uns tun möchte − und zwar nicht erst im Nachhinein, wenn alles wieder gut ist! Der Dank INMITTEN einer Situation ist der höchste Ausdruck unseres Glaubens, wie es Papa mal gepredigt hat.

Und so sieht es nun in unserer Praxis aus: Als es ein Missverständnis zwischen meinem Mann Jeremias und mir gab, fing er plötzlich an zu singen: „Hab Dank von Herzen, Herr … für diese Hammer-Situation!“ Ich wusste ganz genau, dass ich jetzt eigentlich grad mitsingen sollte, um diesen DANK zu üben … Jedoch habe ich den Sprung erst bei den letzten zwei Worten des Liedes geschafft 😂. IMMERHIN! Dafür habe ich dann grad nochmals das Lied angestimmt, und gemeinsam öffneten wir unsere Herzen direkt für das Wirken des Herrn. Unglaublich schnell war die Kraft wieder da, und es gab einen super Austausch mit tollen Optimierungen.

Auch als direkt neben unserer Ferienunterkunft über Nächte hinweg, um drei Uhr morgens Knallkörper abgefeuert wurden, sagten wir „DANKE Jesus!“ Wir brauchten uns nicht aufregen und konnten wieder gut einschlafen, auch die kleine Lucy 😁. Als in der nächsten Nacht wieder das Geballere losging, und Jeremias in Versuchung kam, sich zu ärgern, durfte ich ihn erinnern an den Dank, und wir merkten: Es lohnt sich doch NIE, sich zu ärgern!

Etwas härter wurde die Übung, als wir hörten, dass in unserer Nähe die Impfpflicht unter Androhung hoher Bussgelder eingeführt werden soll. „DANKE, Herr, für diese Schwächung!“ Sofort waren die nächsten Schritte klar: Briefe schreiben, Einsprache erheben!

Wie würde es Dir gehen, wenn Du im nächsten Umfeld liebste Menschen ewig leiden siehst an ihrer Krankheit und es bessert sich nichts? AUCH DA danken wir jeden Tag erneut dem Herrn für jede Prüfung und umgeben die Geschwächten mit Glauben, Liebe und Segen. So gibt es unendlich viele Möglichkeiten, den Dank zu trainieren. Es tut einfach SO gut und führt uns direkt hinein in Gott!

Wenn ich mit irgendwelchen Menschen ins Gespräch komme, die von ihren vielen negativen Dingen im Leben berichten, erzähle ich ihnen „von unserem neuen Brauch des Dankens“. Sie sind offensichtlich begeistert davon, den Dank auch in IHREN Herausforderungen zu üben! Machst Du auch mit? Vielleicht zu Beginn mit knirschenden Zähnen, „Es ist wie es ist“, dann verspätet ein „Danke“ und immer mehr in einer neuen, automatischen Gewohnheit des dankenden Lobpreises!

Dank verändert nicht unbedingt die Umstände – aber Dich und mich ❤️.

Deine Ruth Elpida mit Jeremias und Lucy

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