Panorama-Nachrichten – Dezember 2020

Mein Mittags-Run
Rundbriefbeitrag von Sulamith, 30 J.

Es ist 11.30 Uhr. Ich gehe in die Küche und beginne zu kochen. Da die Zeit etwas knapp ist, lege ich auch grad schon los. Das getrocknete Geschirr steht zwar noch im Abtropfkörbchen und hier und da steht noch was auf der Arbeitsfläche … Doch da die Zeit auch nicht grad mit mir ist, reicht es selbst nicht für die „Mise en Place“ (die Bereitstellung der Zutaten). Ein paar Handgriffe und Gänge zum Keller mehr schaden ja auch nicht. Mit der rechten Hand wird gekocht, mit der linken Hand der Salat zubereitet, mit der hinteren aufgeräumt, mit der vorderen abgewaschen … hää, wo bleibt denn die dritte und vierte Hand? Irgendwas fehlt hier doch. „Kosima, räum doch bitte schon mal das Wohnzimmer auf, bald gibt es Essen!“ Sprechen kann man ja im­merhin noch. Oh, Amina (2 J.) muss noch Pipi: „Ich komme gleich, mein Schatz.“ Der Tisch wird stückweise gedeckt, je nachdem wie viele Sekunden grad zwischen den Arbeitsgängen frei bleiben. Es ist 12.00 Uhr, nun klingelt es auch schon an der Tür, und Dana und Samantha kommen aus dem Kindergarten. Wunderschön, dass sie da sind und wie viel sie nach diesem langen Morgen zu erzählen haben. Da vergisst man auch ganz schnell, sich Jacke und Schuhe auszuziehen. „Kinder, zieht euch bitte aus und setzt euch doch schon an den Tisch, ich bin gleich fertig.“ Nach ein paar Anläufen haben wir es auch endlich geschafft. Jetzt nur noch Fridolin (9 Mon.) aus dem Bettchen holen und oha, da riecht noch was. Das machen wir auch noch sauber. Etwas geplättet sitze ich jetzt mit meinen fünf lieben Mäusen am Tisch und denke mir: „Wäre doch mein lieber Mann um die Mittagszeit zu Hause, dann wäre es doch viel einfacher.“

Oft redete ich mit meinem Mann über die etwas anspruchsvolle Mittagszeit. Kann es wirklich sein, dass die Umstände so „ungünstig“ sind, dass eine entspannte Mittagszeit nicht möglich ist? Ich versuchte vieles zu optimieren. Doch so wirklich besser wurde es leider nicht. Dann stieg in uns die Erwar­tung, dass es in diese Situation doch ein RHEMA geben muss! Ein Rhema ist ein Wort Gottes, welches Er live in meine Situation hineinspricht. Papa lehrte uns: „Durch das Rhema Christi kommt der Glaube! Was ist der Glaube? Sobald Jesus spricht, hast du Glauben, und der Glaube ist die Bausubstanz dessen, was du erwartest!“ Also, wenn Gott zu mir etwas spricht, dann bekomme ich Glauben, und der Glaube verwirklicht es!

In meiner grossen Erwartung an ein Rhema fiel es mir plötzlich zu. Wie in einer Offenbarung sah ich, dass ich ein ganzes Stück früher zu kochen beginne, und zwar so, dass ich ganz entspannt eins nach dem anderen erledigen kann. Ich sag es Dir: Seit diesem Rhema ist der Unterschied wie Tag und Nacht!

Es ist 11.00 Uhr. Ich gehe in die Küche und räume das getrocknete Geschirr und alle Arbeitsflächen frei. Amina sitzt im Hochstuhl und schaut mir zu. Alle Zutaten werden bereitgestellt und nicht mehr Verwendetes wird weggeräumt oder gleich kurz abgewaschen. Da ich ganz entspannt bin, darf auch Kosima (3 J.) beim Zubereiten helfen. Während alles vor sich her köchelt, reicht es sogar, mit Kosima den Tisch zu decken und das Mittagessen auf den Tisch zu stellen. Als alles in der Küche wieder sauber ist, klingelt es auch schon und Dana und Samantha kommen fröhlich nach Hause. Ich darf sie herzlich begrüssen, und während ich ihnen beim Ausziehen helfe, gibt es auch schon ganz viel Zeit, das Wichtigste zu erzählen. Ganz in der Ruhe setzen wir uns zeitig an den Tisch und geniessen das feine Mittagessen 🙂 . Fridolin holen wir dann nach dem gemeinsamen Essen, und seine Schwester Samantha füttert ihn mit Freude, während ich die Küche mache. Dana bringt in dieser Zeit Kosima und Amina zu Bett. Zudem wird jedes gebraucht und gefördert, es macht Spass und die Last hängt nicht nur an einer Schulter 🙂 .

Siehst Du, was so ein Rhema bewirkt? Erwarte doch auch Du in Deiner schwierigsten Situation ein Rhema Gottes! Du wirst sehen, wie es Dir Glauben schenkt, und durch den Glauben wird das Unmöglichste möglich!

Ich freue mich schon auf das nächste Rhema, denn, wenn ich es erwarte, dann bekomme ich stündlich – ja minütlich! – eines, welches mir Glauben und Kraft gibt!

Deine Sulamith

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