Nicht wie ICH will, sondern wie DU willst, Herr! Von Stefanie (34 J.)
Panorama-Nachrichten – Februar 2026

Meine Eltern hatten mir früher oft erzählt, dass ich sie als Kleinkind mit meinem Eigenwillen so manchmal auf die Palme getrieben hatte. Wenn etwas nicht so lief, wie ich es mir in den Kopf gesetzt hatte, konnte ich ein ziemlicher Dickkopf sein.

Wie dankbar bin ich darum heute, dass in meiner Vergangenheit nicht alles so gelaufen war, wie ich es mir einst in den Kopf gesetzt hatte. Wieso? Weil ich in diesen Situationen, als mir alles entglitt, immer mehr lernte, loszulassen und zu sagen: „Nicht wie ICH will, sondern wie DU willst, HERR!“ In diesen scheinbaren Niederlagen habe ich die Verherrlichung Gottes immer wieder gewaltig erleben dürfen. Je grösser das Loslassen war, desto herrlicher war schlussendlich das Ergebnis. Eines der schönsten dieser Ergebnisse ist, dass ich – nachdem ich es endlich loslassen konnte – meinen wunderbaren Mann Elias heiraten durfte, wir gemeinsam vier süsse Kinder haben und zusammen hautnah in diesem weltverändernden Dienst von Ivo, Anni und der OCG dienen dürfen. 😊

„Nicht wie ICH will, sondern wie DU willst, HERR!“, hatte auch Jesus einst ausgesprochen, als Er im Garten Gethsemane realisierte, dass für Ihn ein Kreuzesweg ausstand. Wie gross die Herrlichkeit war, die aus Jesu Kreuzigung hervorging, können wir dann z. B. an der Reaktion des Hauptmannes ablesen. Dieser hatte noch nie einen Menschen auf diese Art am Kreuz sterben sehen und bezeugte: „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn!“ Er war überwältigt von dem sich fügenden Loslassen, welches Jesus am Kreuz demonstrierte. Ab diesem Moment war für alle Menschen klar, dass Jesus Gottes Sohn gewesen sein MUSS.

Gott schickt uns heute zwar nicht ans Holzkreuz, ER schickt uns wohl aber unvermeidbar Negatives, Unpassendes, Unwillkommenes auf den Alltagsweg, worüber wir uns enorm ärgern oder aufregen könnten, oder das uns quälen und die Kontrolle über uns selbst wegnehmen könnte. Bei mir ist es dann das auf dem Boden liegende Mittagessen, weil die Kinder mich durch einen kleinen Streit gerade abgelenkt haben und deshalb die Form aus dem Backofen gerutscht ist. Oder Janice, die ausgerechnet im Einkaufsladen Pipi muss, weil sie trotz meiner Bitte zu Hause nicht auf die Toilette gegangen ist. Oder wenn wieder mal mein ganzes Bein kribbelt und die Zehen taub sind, weil ein Nerv eingeengt ist. Dann sind das bildlich gesprochen auch so eine Art Kreuzessituationen. All das passt mir dann so gar nicht in den Kram und am liebsten würde ich, bildlich gesprochen, meine ans Kreuz festgenagelten Hände losreissen und von meinem Kreuz heruntersteigen 😉. Doch wann immer ich mich über solche Situationen geärgert hatte (und ein wenig der alte Dickkopf zum Vorschein kam), spürte ich im Nachhinein nichts von dieser Herrlichkeit, die Jesus nach Seinem Kreuz samt Seinen Jüngern erlebt hatte.

„Aber HERR, nicht wie ICH will, sondern wie DU willst!“, sagte ich diese Tage dem HERRN, obwohl ich mir einmal mehr lieber ein ruhiges und einfaches Alltagsleben mit den Kindern gewünscht hätte. Ich las gerade eine der Niederschriften von vielen Jahresabschlusskonferenz-Predigten vom Dezember 2025. Da sagte Ivo:

„Wie trägt man das Kreuz? Indem man für alles und in allem „Danke sagt“; so trägt man es. Und dazu gibt uns das Blut Jesu und Sein Fleisch die Kraft. Ich erlebe es, dass man das Blut Jesu und Sein Fleisch immer wieder essen muss. […] Man muss das immer und immer wieder zwischendurch pflegen.“

Oh, diese Passage sprach hinein in meine Situation! Das Einzige, was ich gerade in der Nähe hatte, waren ein paar Nüsse und eine Tasse Tee und so „ass ich Sein Fleisch (Nüsse) und trank Sein Blut (Tee)“ in mein Unvermögen hinein 😊 … Und Du wirst es nicht glauben, wie oft ich in den darauffolgenden Situationen über so viel „Unwillkommenes“ in meinem Alltag lachen konnte und sogar noch die Kinder mitriss: So kam es zum Beispiel, dass Janice sich ihren Fuss fest einklemmte und bitterlich weinte. Statt den Mut zu verlieren, sang ich: „Hab Dank von Herzen, Herr. Hab Dank, Du Heiliger. Hab Dank für diese Hammer-Situation!“ Und während Janice im ersten Moment weinend in meinem Arm lag, kicherte sie nach dem letzten Wort der kurzen Songeinlage fröhlich vor sich hin, sodass auch ihre Tränen schnell vergessen waren.

Möchtest Du auch „JA“ sagen zu allem unvermeidbar Negativen, Unpassenden, Unwillkommenen usw. … und mit uns übereinstimmend aussprechen: „Nicht wie ICH will, sondern wie DU willst, HERR!?“

Deine Steffi

Teilen Sie diesen Artikel

Mehr Rundbriefe: