Singend verwandelt werden– Von Anna Sophia (29 J.)
Panorama-Nachrichten – August 2026

Wisst Ihr was? Ich fühle mich so privilegiert, dass ich in der OCG sein darf! Durch das Wort des Dienstes dürfen Ramon und ich mit unseren drei Kindern so viel Kraft, tiefe Verbindung, Liebe zueinander und Fortschritte in der Kindererziehung und im grauen Alltag erleben!

Gerne erzähle ich Euch aus meinem Mami-Alltag: Meine drei kleinen „Knöpfe“ (Giannino, zwei J.; Pirmin, drei J. und Gioia, fünf J.) waren die letzte Zeit ziemlich anstrengend 🙂. Ich kam an mein Ende. Es gab schnell Streitereien, bei kleinen Arbeiten musste man richtig viel Kraft aufwenden, dass sich nicht alle zerstreuten. Ans Ruhigsitzen und einfach mal Zuhören konnte man kaum denken 🙂.

Als wir im Kurzurlaub waren, haben wir in unserer Familie einen Totalaufstieg erlebt! Wisst Ihr, was wir gemacht haben? Wir haben zusammen Lieder der Sasek-Oratorien [1] gesungen!

Es sind richtig tiefgründige Lieder, die den Kindern die einfachsten Grundlagen lehren. Durchs Mitsingen schauen die Kinder das richtige Bild an, in das sie verwandelt werden dürfen, und werden so verändert. Wir singen nun vier bis fünf ausgewählte Lieder jeden Tag in der Stillen Zeit und vor dem Zubettgehen. Die Kinder haben sich seither total VERÄNDERT! Durch die Lieder lernen sie, wieder auf die Stimme im Herzchen zu hören und die guten Texte selbstständig in den schwierigen Momentan zu singen/anzuwenden. Seither haben wir wieder kurze und mühelose Prozesse. Halleluja!

Momentan singen wir die Kinderlieder aus dem Oratorium „Der Salomons Wunsch“ (2001) und „Standhaft als Familie, Standhaft als Kind“ (2002):

„Em Mami folge, wenn s’Mami öppis seit“ = Der Mama gehorchen, wenn Mama etwas sagt.

Der kleine Giannino (zwei J.), der sich schnell und lange verschließen konnte, beginnt jetzt von selber die Lieder zu singen, wenn er gerade nicht gehorchen will. Zuerst höre ich, wie er leise flüstert: „Em Mami folge, wenn s’Mami öppis seit.“ Und schlagartig wird sein Gesicht fröhlich und er singt laut weiter und kann plötzlich wieder lieb sein!!!

„Zuelose wenn mer zemme sitzed“ = Zuhören, wenn wir zusammensitzen

Die Kinder haben viel Energie … haha, woher wohl? Und das ist auch was Schönes, wenn sie lebendig und quirlig sind. Aber es gibt auch Momente, wo sie lernen dürfen, zuzuhören und mit uns Erwachsenen mitzumachen. Da kommen sie immer unter einen großen Segen. Seit wir dieses Lied singen, ist auch dieses Gebiet in die Ruhe gekommen! Zum Beispiel hören wir ab und zu in der Stube zusammen Predigten von Papa. Während sie hinsitzen, singen sie „Zuelose wenn mer zemme sitzed“ und freuen sich, zusammenzusitzen und Predigten zu hören. Es kehrt Ruhe ein, was vorher jeweils kaum mehr möglich war.

„Wänn ich Dich lieb han“ = Wenn ich Dich (Jesus) liebhabe, DANN kann ich lieb sein!

So lernen sie schon im kleinen Alter zu wissen, dass man aus sich selber NICHT lieb sein kann, doch Jesus in ihnen ALLES kann! Gioia hat da besonders Feuer gefangen und hat einen eigenen Motor bekommen, zu helfen und selbstständig anzudocken: „Mama, kann ich noch was helfen?“ Übrigens ist sie jetzt im genau gleichen Alter wie ich damals, als ich dieses Lied sang. Es klingt verblüffend ähnlich … 🙂

Wenn der kleine Pirmin plötzlich dunkle Äuglein bekommt, weil er nicht auf die Stimme im Herzen hört, und ich ihm das Lied vorsinge … singt er gleich mit, und die Augen strahlen wieder. Auch höre ich immer mal wieder aus dem Zimmerchen die Jungs im Duett dieses Lied singen 🙂. Mir schmilzt das Herz.

„S’Chueli das macht muh, muh, muh“ = Die Kuh macht muh, muh, muh

Spielerisch lernen die Kinder, welches Tier welches Geräusch macht und haben großen Spaß daran. In diesem Lied lernen die Kinder, dass Gott die Tiere, Bäume und Menschen erschaffen hat, und dass Er durch uns Sein Reich auf dieser Erde aufbauen möchte.

Es gibt auch die Kinderlieder „E Brugg us Bluet“ (Eine Brücke aus Blut), die vom schwarzen Herzchen singt, welches weiß wird durch die Brücke aus Blut, die Jesus gemacht hat.

Oder „Jedä Tag“ (Jesus soll jeden Tag durch mich wirken). Man kann so mit den Kindern eine große, glaubensvolle Erwartung für den Tag wecken … Zu jedem einzelnen Lied könnte man noch viel mehr erzählen.

Das Schöne ist, dass die Kinder ganz nebenbei lernen zu singen, und ich staune, dass sogar der kleine Pirmin (drei J.) laut singt und sogar die Töne trifft!

Ich kann nur empfehlen, die „alten“ Oratoriums-Lieder anzuhören und es mit den Kindern oder für Dich persönlich zu singen. Sie sind immer noch hochaktuell! Es ist ein proklamatives Sprechen/Singen, und man wird dabei verwandelt.
(Nebeneffekt: Man lernt auch noch Schweizerdeutsch 😅.)

In Liebe

Eure Anna-Sophia

[1] www.familie-sasek.ch/oratorien-musicals
CD aller Oratorien: www.elaion-verlag.ch/lieder-8-oratorien

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